Donnerstag, 28. Juli 2016

Bootsfahrt zu Loch Coruisk

Mittwoch, 27.07.2016

Heute sollte laut Wetterbericht der schönste Tag der Woche mit 5Stunden Sonne werden.
Deshalb hatten wir für heute die schönste Tour des Urlaubs geplant.
Soweit die Theorie.
Es sollte aber trotzdem ein schöner Tag werden.
Wir hatten auf Grund der Prognose eine Bootsfahrt zum Loch Coruisk von Elgol aus gebucht.

Bis Elgol waren es fast zwei Stunden zu fahren. Hinter jeder Ecke vermuteten wir die Sonne, nur leider kam sie nicht raus. Dafür wurde uns immer mal wieder ein Regenschauer präsentiert, so wie auch an den letzten Tagen.

Trotzdem haben wir den Mut nicht verloren und fanden uns an der Bootsanlegestelle in Elgol ein.


Der Blick auf das Wetter und die Wellen ließ uns trotz allem nicht mutlos werden und wir kauften zunächst nur die Tickets für die Hinfahrt.
Der Loch Coruisk liegt in den Cuillins und es führt ein herrlicher Weg am Wasser entlang nach Elgol zurück, den wir eigentlich gehen wollten.
Wir wurden am Ticketschalter gewarnt, dass wir gar nicht erst über den ersten Fluss kommen würden(zu viel Wasser... woher wohl?) aber wir blieben zunächst bei unserem Vorhaben, immerhin wollten wir unbedingt den "Bad Step" gehen, ein Fels mit einer kleinen Rinne, direkt über dem Wasser, über den man sich trauen muss...
Diese Wanderung ist sicher eine der schönsten Touren auf der Isle of Skye.

Also los, ab ins Boot und ab geht die Post. Uns geht es gut!



Die beiden Bootsführer haben uns trotz Wellengang sicher und einigermaßen "trocken" zur Bucht vor dem Loch Coruisk gebracht, wo wir zunächst die Robbenbänke bestaunten:

Und dann zeigten sie uns noch den Bad Step und jagten uns so richtig Angst ein....

Als wir dann den Abfluss des Loch Coruisk sahen, mussten wir uns eingestehen, dass wir nicht trockenen Fußes darüber wegkommen würden. Außerdem goss es inzwischen wieder in Strömen und dann haben wir uns doch für die sichere Variante entschieden.

Also, kleine Wanderung am See entlang, der bei gutem Wetter romantisch sein muss...
(Es sei denn, es kommen die Midges...)

Und dann sind wir artig wieder zum Boot zurück gegangen, haben Tee und Shortbread genossen und sind nach Elgol zurück geschippert.

Die Stimmung haben wir uns jedenfalls nicht verderben lassen.

Auf der Rückfahrt von Elgol sind wir noch an diesem Friedhof mit Kirchruine vorbeigekommen (ihr wisst ja inzwischen, dass wir für soetwas zu haben sind..)

Übrigens: seht ihr den blauen Himmel? Auf der Rückfahrt war er plötzlich da ;-))





Es war ein sehr schöner Tag. Bei Sonne kann ja jeder!
Danke, Anja und Johannes, es war schön mit euch! Und die Spaghetti am Abend waren super!






Mittwoch, 27. Juli 2016

Die Fairy Pools in den Cuillins und wiedermal Neist Point

Dienstag, 26.07.2016

Was weckt uns am Morgen durch Trommeln auf das Dachfenster? Richtig, der Regen.
Immernoch ist unsere Abenteuerlust nicht gebrochen und wir machen uns nocheinmal auf ins Glenbrittle , diesmal zu den Fairypools.
Es ist nur eine kleine Wanderung, wieder laufen wir teilweise im Regen, aber nach ca. 20min ist und bleibt es trocken.
Da wir gut angezogen und ausgerüstet sind, lässt es sich ertragen und wir genießen die Landschaft.

Da die Fairypools eine Touristenattraktion sind, sind wir natürlich nicht die Einzigen unterwegs. Touristen aus aller Herren Länder.
Und wenn man beobachtet, wie die anderen Leute so wandern, da frägste dich....
In kurzen Hosen, T-Shirts, dünnen (Stoff)schuhchen, Flip Flops ... Auch kleine Kinder!
Und die sahen noch nichteinmal erfroren aus.







So sieht es aus, wenn man im Matsch einmal ausrutscht.


Am Abend kam Besuch. Anja und Johannes sind gerade auch in Schottland unterwegs und besuchen uns in unserem Ferienhaus. `Nachdem wir auf Johannes` Geburtstag angestoßen und etwas gegessen haben, fuhren wir gemeinsam zum Neist Point, wo wir einen herrlichen gemeinsamen Abend verbracht haben. Auch der Wal ließ sich kurz blicken, aber er war sehr zurückhaltend. Die Männer haben ein bisschen geangelt und für die Mädels gabs Rotwein... (Ja, wir haben auch noch etwas abgegeben!)

auf dem höchsten Punkt des Neist Point
Model- Schafe!

in den Klippen , umgeben vom tosenden Meer
Happy Birthday, Johannes!

Ist sie nicht herrlich, die Abendsonne?!


Die Halbinsel Trotternish bei semioptimalem Wetter

Montag, 25.07.2016

Der Montag empfing uns wiedermal mit Regen.
So langasm sind wir ausreichend entspannt und voller Unternehmungslust, die durch den Blick aus dem Fenster ein klitzekleines bisschen gedämpft wird.
Da aber hier auf der Insel an jeder Ecke das Wetter anders sein kann, entschließen wir uns, die östlichste Halbinsel, Trotternish, zu umfahren.
Wir waren nicht die Einzigen ;-)) mit dieser Idee.
Erste Station war der Friedhof in Kilvaxter, wo Flora MacDonald begraben wurde. Sie ist eine Heldin Schottlands, die Bonnie Prince Charlie während des Jakobitenaufstandes im 18.Jahrhundert versteckt und zur Flucht verholfen hat.





Anschließend wurden wir am Duntulm Castle vom Regen eingeweicht und wenige Minuten später haben wir ein leichtes Aufhellen am Himmel dazu genutzt uns einen Tee zu kochen

Da sich bei diesem Wetter Panormafotos leider überhaupt nicht anboten, haben wir ansonsten die Chance genutzt, auf die Kleinigkeiten zu achten.

Die Natur ist auf Grund der feuchten und nicht zu warmen Witterung üppig und hat immer etwas zum bewundern parat:



Selbst am Strand bei Ebbe gibt es tolle Motive, wie zum Beispiel diese Algen:


Und ist das nicht ein Zauberwald??



Im Hafen von Portree gab es dann eine herrliche Portion Fish and Chips, die man allerdings vor den Möven schützen musste. 

Und am Abend gab es noch einen schönen Blick in die Abendsonne ;-))

Sonntag, 24. Juli 2016

Waternish Head - Natur pur und der absolute Frieden

Sonntag, 24.07.2016

Heute stand eine Wanderung in der näheren Umgebung auf dem Programm.
Ziel war der Leuchtturm an der  Nordspitze der Halbinsel Waternish,  die nur zu Fuß von einem 7km entfernten Parkplatz erreicht werden kann.

Das Wetter ist wanderfreundlich, wenig Wind, 16°C und wolkig, ab und zu kam die Sonne raus.

Die Wanderung beginnt an einer Kirchenruine wo sich vor ca.450Jahren die McLeods mit den McDonalds blutige Massaker lieferten.
Heute ist dieser Friedhof ein Ort der Ruhe und des Friedens. Man hört buchstäblich das Gras wachsen:


Auf dem Hinweg kamen wir an dieser Brücke vorbei, die sicherlich nicht TÜV- geprüft war:



Einmal konnten wir sogar einen Adler beobachten, aber er war auch recht schnell wieder weg.
Aber wir haben andere schöne Tieraufnahmen machen können:





Am Leuchtturm angekommen hatten wir einen Ort erreicht, der laut Wanderer-Website ein guter Platz zum Beobachten von Walen und Delphinen ist.
Übrigens kann man diese Website  jedem empfehlen, der in Schottland wandern will:


Und siehe da- auch hier konnten wir wieder einen der uns inzwischen gut bekannten Minkwale beobachten.

Und Robben waren auch da:

Am Horizont konnten wir weithin die Inseln der äußeren Hebriden sehen. Das Meer dazwischen heißt "The Minch" . Hier kam gerade ein Schiff durch, das war auch schon die einzige menschliche Regung weit und breit.
(Später begegneten wir noch ein paar weiteren Wanderern)


Auf dem Rückweg gingen wir immer entlang der Klippen über dem Meer.
Obwohl mir inzwischen nach den letzten Tagen der ungewohnten Anstrengungen die Füße weh taten, überkam mich mehrfach ein Gefühl der absoluten Zufriedenheit und Entspannung.



Dirk hat viel Spaß beim Fotografieren mit einer "richtigen" Kamera, währenddessen meine dokumentarischen Fotos vom IPhone stammen.
Ich erkenne neidlos an, dass Dirks Fotos natürlich mehr hermachen...



Nach fünf Stunden waren wir groggi, aber glücklich wieder am Auto und hatten noch einen schönen Sonntag Abend.